Frühzeit

Entstehung der Landschaft und ihre Entwicklung bis 1500

 

Wie kaum eine andere europäische Großlandschaft ist der Nordseeraum und vor allem sein südliches und südöstliches Küstengebiet seit dem Rückgang des Eises ständigen und tiefgreifenden Wandlungen unterworfen gewesen. Vor 12000 Jahren war die Doggerbank in der Nordsee noch ein Teil des Festlandes, das die Britischen Inseln mit Nord-West- und Nord-Deutschland verband. Mit dem Rückzug des Eises aus dem Raum der heutigen Nordsee und dem Abschmelzen der Eismassen erfolgte ein Anstieg des Meeresspiegels. Das Urstromtal der Elbe entstand in der letzten Eiszeit, als die gewaltigen Wassermassen der schmelzenden Gletscher, die von Norddeutschland über Ostholstein bis nach Polen reichten, abflossen. Zu diesem Zeitpunkt lag die Meeresküste am Außenrand der Doggerbank, wo Elbe, Rhein und Themse mündeten. Die südliche Nordsee war festes Land. Mit dem Steigen des Meeresspiegels wurde die Doggerbank überflutet. Um 5500 v. Chr. drang das Meer in das südliche Nordseegebiet vor. Zwischen 2500 und 1700 v. Chr. bildete sich eine neue Küstenlinie. Die Meeresküste verlief nun am Geestrand entlang.